Gesundheit & Stabilisierung

Der Zugang zu einer selbst grundlegenden Versorgung bei Krankheit und Prävention ist nach wie vor nicht für alle selbstverständlich. Sowohl in Deutschland als auch überall in der Welt. Wir fördern Einrichtungen und Projekte, die dazu beitragen, dass auch unter schwierigen Umständen Möglichkeiten für medizinische Betreuung, Therapien und Versorgung sowie anschließende Perspektiven für Betroffene geschaffen werden.

Das Blindeninstitut in München

Seit Gründung der Stiftung 2011 sind wir Partner des Münchener Blindeninstituts.

Menschen (vor allem auch im fortgeschrittenen Alter) mit einer zunehmenden visuellen Einschränkung wollen ihren Lebensraum mit sehenden Mit-Bewohnern teilen. Damit dieses möglich ist, braucht es strukturelle und architektonische Anpassungen, die dazu beitragen, sehbehindertenbedingte Mobilitätseinschränkungen auszugleichen. Wird eine Augenerkrankung frühzeitig diagnostiziert, können geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung in ihrer Selbstständigkeit zu fördern.

Wir halfen u.a. mit bei der Ausrüstung eines „Sehmobils“, bei der Anschaffung von Hilfsmitteln für Sehbehinderte, beim Projekt der seh-gerechten zusätzlichen Zertifizierung von Betreuungs- und Wohnprojekten für Senioren.

Blindenhörbücherei München

Wir unterstützen die Arbeit der Blindenhörbücherei in München mit einer jährlichen Zuwendung für die Anschaffung von Hörbüchern und Materialien.

Ambulanz ohne Grenzen

Seit 2012 unterstützen wir den Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland“. Von 2018 an finanzieren wir die Mietkosten seiner Praxisräume auf der Zitadelle in Mainz komplett.

Zu den Patienten der „Ambulanz ohne Grenzen“ zählen Asylbewerber, papierlose Menschen oder ehemals privat Versicherte, die sich die Beiträge nicht mehr leisten können. Ohne Krankenversicherung müssten diese Menschen jede Behandlung privat zahlen. Es kommen zunehmend aber auch Menschen in die Praxis, die sich die Zuzahlungen bei manch notwendiger Behandlung nicht leisten können (zum Beispiel in der Zahnmedizin). Es stehen hier Praxisräume zur Verfügung, die es möglich machen, fachärztliche Beratung und Behandlung anzubieten.

Psychotherapeutische Betreuung in Dohuk (Nord-Irak)

Über den Verein „Genozid- und Friedensforschungszentrum“ (Leitung: Prof. Jan Ilhan Kizilhan) in Villingen-Schwenningen finanzieren wir den Einsatz von 5 Psychotherapeutinnen und -therapeuten (in Ausbildung) der Universität Dohuk im Flüchtlingscamp Esyan im Nordirak, in dem ca. 10.000 Menschen (vor allem vom Volk der Jesiden) leben.

Das Institut in Dohuk wird u.a. durch das Land Baden-Württemberg aufgebaut. Es soll dazu beitragen, traumatisierte Flüchtlinge aus dem Nordirak (die in 29 Lagern rund um Dohuk leben) vor Ort psychotherapeutisch zu betreuen. Dies geschieht in ihrer eigenen Sprache und durch einheimische Fachkräfte, die hierfür in Dohuk ausgebildet werden.

Im Juni 2019 nahm Dr. Ruth Becker an der internationalen psychotherapeutischen Konferenz "East meets West" in Dohuk teil.

Institut Dohuk
Internationale Konferenz 2019
Konferenz Plenum
Konferenz Plenum
Ein Thema der Konferenz
Eines von über 20 Refugee-Camps bei Dohuk
Refugee-Camp - hier leben ca. 8000 jesidische Flüchtlinge
Refugee-Camp - fast alle sind schwer traumatisiert
Refugee-Camp - ob sie ihre Heimat je wiedersehen werden?
Lalish - Treffen mit den Führern der Jesiden
Lalish - Prof. Kizilhan (2.v.l.) mit Baba Scheich, dem geistlichen Führer der Jesiden
Dr. Ruth Becker mit 3 Psychotherapeuten in Ausbildung